Zeremonienleiter Login

Gratis Eintrag mit Foto!

Anmelden

HOCHZEITSZEREMONIEN - ISLAM
                                                                        >> zur Auswahl der Zeremonienleiter für Trauungen
Islam
Das Wort „Islam“ bedeutet „Ergebung in den Willen Gottes“. Man soll sich Gott unterwerfen und nach seinem Gesetz leben, um wahren Seelenfrieden zu finden.

Im Islam gibt es mehrere Richtungen. Die zwei größten Gruppen sind die Sunniten und die Schiiten. Die Spaltung erfolgte nach dem Tod Mohammeds (632 n. Chr.), als man uneins darüber war, wer die Nachfolge des Glaubensgründers antreten sollte. Die Anhänger von Ali, dem Schwiegersohn Mohammeds, bildeten die Schia (Partei), ihre Gegner setzten sich für einen anderen Kalifen (Nachfolger) ein. Die Sunniten erkennen nicht an, dass das Oberhaupt stets aus der Familie des Propheten kommen soll. Der Kalif ist für sie in erster Linie ein politischer Führer der Glaubensgemeinschaft. Dagegen muss für die Schiiten der Kalif immer auch ein wirklicher religiöser Führer sein, ein Imam.

Es werden jedoch die gleichen religiösen Feste begangen, wobei die Zeremonien und Traditionen sich je nach Region unterscheiden. Wird bei den Festen gefeiert, hängt das nicht mit dem Islam als Religion zusammen, sondern hat sich aus der Tradition ergeben.
                                                                                                                               << zurück
                                                                        >> zur Auswahl der Zeremonienleiter für Trauungen

Islamische Hochzeit (Nikah)

Allgemeines
Die Eheschließung ist im Islam ein sehr schlichter Akt. Es genügt, wenn Mann und Frau vor einer theologisch und moralisch gefestigten Persönlichkeit (etwa einem Imam oder Khatib) und vor mindestens zwei Zeugen ihren freien Willen zur Ehe erklären. Meistens wird das in einem schriftlichen Vertrag festgehalten, in dem auch die Brautgabe (Mahr) vereinbart wird. Wichtig ist, die Zusammenführung bekannt zu machen. Dies geschieht durch Weitererzählen an Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen usw.

Die Brautgabe ist ein Geschenk an die Frau. Der Mann ist zu dieser Gabe verpflichtet. Sie soll dem Lebensstandard der beiden entsprechen und kann sowohl eine Sache (z. B. ein Auto) als auch ein Geldbetrag sein.
Manche Muslime feiern eine Eheschließung der Tradition gemäß mit einem mehrtägigen Fest. Es kann (je nach finanzieller Lage) bis zu drei oder sogar fünf Tagen dauern. Da die Feier nicht religiös ausgerichtet ist, wird sie individuell oder entsprechend der Familientradition gestaltet.

1. Tag – Hennatag:
Am Tag vor der Hochzeit reinigen sich Braut und Bräutigam gemeinsam. Dazu geht man oft in ein öffentliches Bad. Danach trennen sich die beiden. Die Braut verbringt den Tag mit ihren Freundinnen und Verwandten. Es wird der Abschied vom Elternhaus gefeiert. Ihre Hände und Füße werden mit Henna bemalt. Das soll sie vor dem „bösen Blick“ schützen.

Der Bräutigam verbringt den Tag mit männlichen Verwandten und Freunden. Die Bemalung mit Henna wird nicht immer vorgenommen, manchmal wird die Spitze des kleinen Fingers verziert.
                                                                                                                               << zurück
2. Tag – Hochzeit:
Nach der Unterzeichnung des Vertrages beginnt die Hochzeitsfeier. Die Feier findet im Haus des Bräutigams oder in einem gemieteten Saal statt. Die Braut wird bei ihrer Ankunft über die Schwelle getragen, damit übelwollende Geister, die dort lauern, ihr nichts anhaben können. Manche Familien legen einen Porzellanteller oder einen Kochlöffel auf die Schwelle. Die Braut wird mit Schmuck oder Geldstücken beschenkt, und es wird gegessen und getanzt.

3. Tag – Kleiderpräsentation und Entschleierung (Djilwa):
Die Braut präsentiert ihrem Mann ihre schönsten Kleider, die oft mit Gold und Flitter bestickt sind. Diese Kleider bringt sie als Aussteuer in die Ehe mit. Jedes Kleid wird für etwa eine halbe Stunde getragen, dann begibt sich die Braut mit ihren Jungfern in den Nebenraum zum Umziehen. Während die Braut Gewänder vorführt, tanzen ihr zu Ehren weibliche Gäste einzeln.

Nach dem Vorführen der Kleider kommt es zum Höhepunkt des Hochzeitsrituals, der Entschleierung. Hier darf der Mann in Anwesenheit ausschließlich weiblicher Gäste den Schleier vom Gesicht der Braut nehmen.
                                                                                                                               << zurück
                                                                        >> zur Auswahl der Zeremonienleiter für Trauungen