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HOCHZEITSZEREMONIEN - JUDENTUM
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Allgemeines
Die jüdische Religion ist die älteste der fünf Weltreligionen. Zugleich ist sie unter diesen fünf jene mit der kleinsten Glaubensgemeinschaft mit rund 13,5 Millionen Gläubigen weltweit.
Die religiösen Überlieferungen des Judentums sind schriftlich in der Thora festgehalten und werden mündlich in den Lehren des Talmud (Mischna, Gemara) weitergegeben. In der Thora (hebräisch für Gesetz oder Weisung), den fünf Büchern Mose, ist der Bund beschrieben, den Gott mit den Menschen und speziell mit dem jüdischen Volk geschlossen hat. In diesen Schriften sind auch die 613 Gebote festgehalten, an die sich fromme Juden und Jüdinnen halten müssen.
Neben verschiedenen Nachahmungen des Judentums, die meist von katholischen oder evangelischen Protestanten initiiert wurden, gibt es nur ein wahres Judentum.

Chuppa (Hochzeit)
Im Talmud steht, dass jeder Mann, der keine Frau hat, ohne Freude, ohne Glück und ohne Seligkeit lebt. Zu heiraten bedeutet für Juden, nicht mehr einsam zu sein. Zugleich stellt die Hochzeit für die Braut (Kala) und den Bräutigam (Chatan) aber auch den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt und einen Neuanfang dar.
Vor der Hochzeit dürfen Braut und Bräutigam einander 24 Stunden nicht sehen. Vor der Hochzeit nimmt die Braut ein rituelles Bad (Mikwe), um sich geistig zu reinigen.
Die Hochzeit darf auf keinen Fall an einem Sabbat stattfinden, und wenn möglich, wird unter freiem Himmel geheiratet, um Gottes Segen zu erlangen. 
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Die Jüdische Trauungszeremonie


Die Braut wird zum Bräutigam geführt, und die Brautleute stellen sich unter eine Chuppa (Traubaldachin), die das neue gemeinsame Dach symbolisiert. Der Rabbiner betet einige Psalmen, Lobsprüche werden vorgetragen. Der Rabbiner spricht den Segen über einen Becher Wein, aus dem das Paar anschließend Trinkt. Der Bräutigam bietet der Braut einen Ring an, und sie stimmt zu, indem sie ihn annimmt. Beim Anstecken des Ringes spricht der Bräutigam die Worte: „Mit diesem Ring seist du mir angelobt entsprechend dem Gesetz von Moses und Israel.“

Heutzutage ist es üblich, dass die Braut den Ring am dritten Finger der rechten Hand trägt. Manchmal wird der Ehering nach früherer Sitte aber auch auf den Zeigefinger gesteckt und erst nach der Hochzeit umgesteckt, aus Respekt vor der Tradition.

Der Ehevertrag (Ketubba) wird vorgelesen, der die Pflichten des Ehemanns gegenüber seiner Frau beinhaltet (finanziell, physisch und emotional). Auch Zeugen unterschreiben diesen Vertrag. Während in orthodoxen Synagogen nur Männer Zeugen sein können, gibt es im progressiven Judentum auch weibliche Trauzeugen.

Nun werden von auserwählten Hochzeitsgästen die sieben Segenssprüche (Schewa Berachot) – die von der Bedeutung des Zusammenhaltens und von der Gestaltung der Zukunft handeln - über einen zweiten Becher Wein vorgetragen. Abschließend zertritt der Bräutigam das erste Weinglas, um trotz des freudigen Ereignisses an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem zu erinnern.
Jetzt wünschen die Festgäste dem Paar „Mazeltov“ ("Viel Glück!").

Nach der Zeremonie ist das Paar in einem Nebenraum kurz für sich alleine. Dies soll symbolisch für die eheliche Vereinigung (Jichud) stehen, durch die die Trauung vollendet wird.
Da es ein Gebot ist, Braut und Bräutigam zu erfreuen, gibt es danach ein Hochzeitsmahl mit Musik, Tanz und Fröhlichkeit. 
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